Neuroaffirmative Räume - Würde, Teilhabe, Gerechtigkeit

Lerne, was neuroaffirmativ bedeutet und wieso es für dein Unternehmen relevant ist

GLOSSAR

5/12/20261 min lesen

Alle Angebote von Connected Academy sind neuroaffirmativ designed.

Der Begriff hat seine Wurzeln Wurzeln in Schwarzer und queerer Befreiungsarbeit — vor allem vermittelt über Disability Justice.

Am besten verstehbar wird der Begriff, wenn wir das Wort Anerkennung im Fokus haben.

Neuroaffirmative Räume sind so designed, dass die Lebensrealität, der behinderungsbedingte Bedarf und die Bedürfnisse neurodivergenter Menschen anerkannt und in jedem Design sichtbar werden. Jeder Prozess, jede Struktur, jede Veranstaltung ist dann so designed, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sich alle, die sich in diesen Räumen aufhalten sicher sind und teilhaben können.

Das bezieht sich natürlich nicht nur auf neurodivergente Menschen, sondern intersektional betrachtet auf alle Menschen; insbesondere die, die historisch benachteiligt und ausgeschlossen wurden wie zb Schwarze Menschen, indigene, queere, behinderte usw. .

In herkömmlichen Inklusionsverständnis müssen behinderte Menschen um Inklusion bitten. Neuroaffirmative Räume sind per Design inklusiv.

Konkret sichtbar wird das z.B. darin, dass so viel Information wie möglich vorab geteil wird, damit die Menschen, die es belasten würde, keine interaktiven Überraschungen erleben müssen.

Hier ein Beispiel für ein neuroaffirmatives Interaktionsdesign für Q&A (Fragen & Antworten)

Wir laden explizit dazu ein, sowohl verbal als auch schriftlich im Chat zu kommunizieren.

Genauso explizit laden wir ein, gar nicht zu kommunizieren. Damit entfällt der soziale Druck, sich einbringen zu müssen oder sich auf eine bestimmte Weise einbringen zu müssen.

Durch den Curb Cut Effekt profitieren nicht nur autistische Menschen oder Menschen mit sozialen Ängsten oder Introvertierte; es profitieren auch Menschen die trauern oder Menschen, die zu erschöpft für Interaktion sind oder denen einfach grad nicht nach Kommunikation ist.

Daurch, dass soziale Konventionen üblicherweise implizit fordern, dass wir uns einbringen in bestimmten Kontexten bzw. uns auf eine bestimmte Art einbringen, ist die explizite Einladung auch eine explizite Erlaubnis.

© Esther Schramm 2026